Die Kunst die der Musik entsprang
Berlin, Anfang der 90er Jahre. Mit der Technokunst, oder auch Techno Art genannt, entstand in den frühen Neunzigern eine neue Stilrichtung der modernen Kunst. Anders als bisherige Künstler, beschränken sich die Techno Art Künstler nicht auf klassische Vermittlungsmedien wie z.B. eine Skulptur oder das Malen auf Leinwänden.
Vielmehr ist auch das Medium, mit dem die Kunst präsentiert wird, ein Teil dieser selbst. Oft werden die Werke zum Beispiel über Flyer für verschiedene Konzerte in Umlauf gebracht, sodass sich der ein oder andere Künstler über diesen Weg relativ schnell in der Szene „bemerkbar“ machen kann.
Aber auch Dekorationen sowie Rauminstallationen gehören zum insgesamt sehr weit gestreuten, Repertoire der Techno Kunst. Nicht zu verachten ist auch der Einsatz von Projektionen und sonstiger Lichttechnik in verschiedenen Clubs oder auf Events, wo sich durch Licht und Laser teilweise eindrucksvolle Choreographien bestaunen lassen können.
Im Jahre 1994 wurde erstmals eine Ausstellung geschaffen, die sich ausschließlich mit dem Thema Techno Art befasste. Als Standort hierfür wurde das Berliner E-Werk gewählt, in dem die so genannte „Chromapark“ insgesamt dreimal stattfand. Um die Messe nicht auf einem Level mit anderen Kunstausstellungen zu platzieren, wurden regelmäßig Partys ab 22 Uhr integriert. Laut Veranstalter Ralf Reglitz solle es sich nicht um eine fertige Ausstellung handeln, sondern vielmehr Kunst darstellen, die aus der Nacht heraus wächst.
