Yoga begeistert die Massen

Als Auswahlkriterien gelten beispielsweise die unterschiedlichen Yoga-Richtungen. In Bezug auf Yoga Berlin stehen einem wirklich alle Wege offen. Im Zusammenhang mit Yoga gibt es zahlreiche Irrmeinungen, man könnte fast schon sagen Legenden, welche inzwischen teilweise schwer aus den Köpfen vieler Menschen zu beseitigen sind. Welchen Grund kann es haben, dass Yoga häufig automatisch mit Begriffen wie „Sekte“ oder „Religion“ in Zusammenhang gebracht wird?

In den 1960er Jahren fühlten sich viele Hippies zum Land Indien besonders hingezogen. Es galt der kapitalistischen Welt den Rücken zuzukehren und nach der „Erleuchtung“ zu suchen. Gerade in Indien wurde und wird die Spiritualität besonders intensiv gelebt. Hier fanden viele, wonach sie suchten: nach Ruhe und nach einer inneren Mitte. Man schloss sich fremden Lehren an und auch zahlreichen so genannten Gurus. In der westlichen Welt galt diese Abkehr als ein Hirngespinst, als eine Flucht. Yoga wurde im Westen Anno dazumal noch als ein exotisches Körperverrenken betrachtet. Doch nach und nach begann das Interesse zu wachsen.

Inzwischen kann Yoga auch als eine Sportart betrachtet werden, an der sich Massen von Menschen erfreuen. Dasselbe gilt beispielsweise für andere asiatische Sportarten wie Kung Fu oder Karate. Der Austausch von kulturellen Gütern ist keine „Erfindung“ des 20. Jahrhunderts. Bereits in der Antike eigneten sich die Menschen vieles an, dessen Herkunft ganz woanders zu suchen war. Doch es bedarf immer eines langen Weges, bis das Neue akzeptiert wird und somit auch einen immer größeren Anklang finden kann. Das Fremde wird nach und nach zur Selbstverständlichkeit.

Yoga hat gewiss auf den Ursprung bezogen viel mit dem Glauben zu tun. Yoga ist jedoch keine Sekte – und eben auch keine Religion. Yoga hat eine Philosophie.