Welchen Heizwert bringt der Ethanol Kamin?

Ein Ethanol Kamin oder andere Kamine, die mit erneuerbarer Energie wie Holzbriketts, Brennholz oder Papier beheizt werden, sind im Allgemeinen umweltfreundlicher als jene, die mit fossilen Brennstoffen beschickt werden. Ein Ethanol Kamin ist ökologisch und setzt wesentlich weniger Treibhausgase frei. Allgemein gibt es in Deutschland gewisse Richtlinien, die eingehalten werden müssen wenn man die Zulassung für die Herstellung von Feuerstätten haben möchte. Entscheidend hierbei ist der Wirkungsgrad, der anhand der Abgaswerte errechnet wird.

Wasserführende Kamine zum Beispiel müssen mindestens einen Wirkungsgrad von 60 Prozent vorweisen, was in den verschiedenen Normen festgelegt ist. Derartige Anforderungen werden an die Hersteller von nicht wasserführenden Kaminen noch nicht gestellt. Allerdings ist die Einführung entsprechender Mindestwirkungsgrade in Deutschland sowie in der Schweiz und in Österreich bereits in Planung. Dazu muss eine Gesetzesänderung stattfinden, die mit jährlichen Überprüfungen einher geht. So wird der Wirkungsgrad geprüft und ein Grenzwert für die Feinstaubemission festgelegt.

Die verschiedenen Brennstoffe haben natürlich auch verschiedene Leistungen bzw. Heizwerte. Ethanol Kamine heizen mit etwa 8 kW pro Kilogramm, so die Angaben der Hersteller im Durchschnitt. Im Vergleich dazu bringt luftgetrocknetes Holz einen Heizwert von etwa 4 kW pro Kilogramm, also etwa die Hälfte vom Bioethanol. Allerdings ist bei Holz der Heizwert immer auch abhängig von der Holzart und dem Feuchtigkeitsgehalt im Holz. Hersteller von Holzbriketts geben im Durchschnitt einen Heizwert von 4,5 kW pro Kilogramm an.

Allgemein kann man davon ausgehen, dass der heimische Kamin eine gute Verbrennung gewährleistet, wenn nur hellgraue Asche und keinerlei Kohlereste übrig bleiben. Die Mineralien und der Kalkgehalt machen die übrigbleibende Asche unterdessen zum perfekten Dünger.