Standort der Immobilien ist von Bedeutung

Die Immobilienkrise in den USA hat auch die Deutschen aufgeschreckt. Viele, die dachten, dass mit Vermietungen, egal ob Haus oder Gewerbeimmobilie, ein sicheres Nebengeschäft betrieben werden kann, spüren seit 2009 die Auswirkungen der Krise. Um der Inflation zu trotzen ist vor allem auf die Lage der Immobilie zu achten, denn eine Wertsteigerung ergibt sich nur an Standorten, die „gefragt“ sind.

Eine Übersicht der attraktivsten Standorte in Deutschland erstellt das Analysehaus Feri EuroRating Services. Dazu werden regelmäßig 67 Städte und Regionen getestet. Es wird nach Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Reihenhäusern unterschieden. Die Logik, die sich dahinter versteckt ist, dass wo eine Eigentumswohnung attraktiv ist, ein Einfamilienhaus vielleicht nicht unbedingt die beste Anlage ist. Vor Ort werden Produktivitätswachstum, Einkommen, Bevölkerung, Landverfügbarkeit, Baukosten, Wirtschaftsstruktur und Investitionsverhalten getestet. Anschließend werden die Noten „AAA“ bis „E“ vergeben. Diese zeigen an, wo in Zukunft kein oder genügend Wertsteigerungspotenzial vorliegt. Zum Beispiel bergen die Landeshauptstädte München und Wiesbaden ein hohes Potential bei geringem Risiko.

Doch nicht nur im Westen gibt es Immobilien Angebote, die lohnenswert sind. Im Osten gibt es einige Städte und Regionen, die es auf länger gesehene Frist in die Top 15 schaffen könnten. So werden in Potsdam laut der Feri-Experten steigende Wohnungsnachfragen und steigende Wohnungsmieten erwartet. Noch belegt die Stadt in den verschiedenen Rankings und erreicht einen Spitzenwert von Platz 18 bei den Einfamilienhäusern. Eine weitere ostdeutsche Stadt, bei der eine positive Wertentwicklung zu erwarten ist, ist Rostock. Gerade in der Kategorie Eigentumswohnungen verbesserte sich die Stadt maßgeblich. Der Grund liegt darin, dass nach der Wiedervereinigung nicht über den Bedarf hinaus gebaut wurde, wie in manch anderen ostdeutschen Regionen.