Philippe Dufour – eine lebende Uhrlegende

Der Uhrmacher Philippe Dufour lebt zurückgezogen in seinem Atelier. Mit modernem Marketing kennt er sich nicht aus. Legt keinen Wert auf eine eigene Internetseite. Was aber nicht heißen soll, dass er nicht im Internet vertreten wäre. Ein großer Fan von ihm betreibt eine inoffizielle Philippe Dufour Homepage. In diversen Foren berichten Besitzer von Dufour Herrenuhren von ihrem tollen Einzelstück.

Philippe ist es gelungen, trotz fehlender PR-Werbekampagnen, einen Kultstatus zu erlangen. Unter anspruchsvollen Liebhabern sind seine Uhren zum Geheimtipp geworden. Die Herrenuhren werden fast ausschließlich von Hand gefertigt. Die exklusive Gestaltung der Zeitmesser lassen sich meist nur unter der Lupe erkennen und tragen die Handschrift des Meisters.

Er hat unter anderem für Audemars Piguet gearbeitet und war auch international viel rumgekommen. Nachdem er feststellte, dass ein starres Angestelltenverhältnis nichts für ihn war, entschied er sich selbstständig zu werden. Als erstes spezialisierte er sich auf die Reparatur alter Taschenuhren. Die gemachten Erfahrungen setzte er in seiner ersten Taschenuhr um. Es existieren nur 6 Stück davon. 1992 debütierte er auf dem Basler Messe mit einer Armbanduhrenversion, die sich an seine Taschenuhr anlehnte. Die „Grande et Petite Sonnerie“ war eine uhrmacherische Sensation.

Die „Duality“ ist sein nächstes Meisterwerk. Sie zeichnet sich durch zwei Unruhen in ihrem Werk aus, verbunden über ein Differenzial. Die Idee stammt von einem Uhrmacherlehrling aus den 1930er Jahren. Aber erst 60 Jahre später ist es Dufour gelungen, dies in einer Miniatur herzustellen, damit diese Technik an das Handgelenk passt. Auch für dieses Modell wurde Dufour mit einem Preis belohnt.

Als nächstes Folgt die „Simplicity“ in seiner Reihe. Wie der Name schon sagt, ist dieses Modell schnörkellos schön. Sie ist eine Hommage an die alten Uhrmachermeister des Vallée de Joux. Was er als nächstes erdacht hat, möchte er noch nicht verraten. Aber eins ist sicher, er wird bei den mechanischen Uhren bleiben und nicht an Automatikuhren rumbasteln.