Kommunikation zwischen Trachten Dirndl und Lederhose

Manch einem ist der Franz bekannt, er kam ja erst des Wegs gerannt. Und traf Luis, die holde Maid, hat sich und ihr gebracht viel Freud. Sie war im Trachten Dirndl und oben viel Balkon, er konnt sich´s nicht verkneifen, hinein zu schaun, obschon sie strenge blickte. Und ihn zurück schnell schickte, wo sich´s schickte. Fast wurd er rot und stammelte verlegen, doch wusst er nicht, was reden und schaute umadum. Das heißt so viel wie: er schaute in der Gegend herum. Und zupfte verlegen an seiner Bayern Lederhose herum. Sie schaut dahin, wo er so zupfte und verstand nicht, wie er schon wieder Fäden rupfte. Doch Fäden einer Lederhose, die bekommt schon schnelle keiner lose. Sie klopft ihm auf die Glubberln (die Finger), da fällt ihr ein: sie will ja gar nicht sein wie eine dieser Ehefrauen, die immer für den Mann nach vorne schauen. Und meinen, sie wüssten es viel besser. Was gar nicht stimmt, da ist Luis sich sicher.

Sie ist jetzt ernst, sie weiß genau, wie sie will sein als Frau. Zuerst einmal, rein äußerlich, da ist die Trachtenmode für Damen perfekt. So denkt sie sich. Und dann führt der Gedanke sie zum Mann. Wer will sie sein, was will sie geben, was will sie fühlen und was reden. Sie will vor allem sehn das Gute und sich dran erfreuen. Doch dann spürt sie, was sie da denkt, ist absoluter Quatsch. Das Gute sehn! Ihr wird gleich schlecht. Ne Eso-Tante wär der Mutter recht. Doch ihr nicht und überhaupt, was macht sie sich Gedanken! Sie müssen eh noch tanken, sonst kommen sie nicht weiter, das wäre nicht so heiter. So sagt das Trachten Dirndl grad heraus: „Schatz fahr bald mal raus!“ Er schaut auf einmal selig aus. Hat er was falsch verstanden?