Einfach zu bedienende Seniorenhandys
Mit dem Alter ergeben sich oftmals Nachteile, die man sich nur sehr schwer selbst eingestehen kann. Die Seh- und Hörkraft kann nachlassen, auch das Gehirn verarbeitet und speichert Dinge langsamer und schlechter. Damit muss man leider umgehen lernen, das bedeutet aber nicht, dass man auf gewisse Annehmlichkeiten verzichten muss. Seniorenhandys beispielsweise ermöglichen auch älteren Generationen die mobile Kommunikation.
Seniorenhandys nehmen also in erster Linie auf Alters bedingte Schwächen Rücksicht, die Gang und Gebe sind. Diese Entwicklung ist noch relativ neu, bis vor kurzem waren viele Menschen noch auf alte, große und sehr einfach konzipierte Handymodelle angewiesen.
Seniorenhandys sind demnach mit sehr großen Tasten belegt, die übersichtlich und einfach zu bedienen sind. Häufig werden sie auch mit einem akustischen Signal bedacht, welches als Bestätigung fungiert. Außerdem werden hier in der Regel jene Tasten vermieden, die nicht zwingend nötig sind und unter Umständen für Verwirrung sorgen können.
Auch das Display wird an spezielle Begebenheiten angepasst. Der Bildschirm ist sehr hell und groß, kontrastreiche Farbkombinationen und große Zeichen entspannen die Augen. Zudem kann die Bildschirmfläche unter fast jedem Winkel abgelesen werden. Für Menschen mit einer Hörschwäche besteht die Möglichkeit, Klingeltöne mit sehr hohen Frequenzen zu verwenden. So sinkt die Chance, dass man einen eingehenden Anruf überhört. Für die Telefonie selbst bieten Hörgeräte mit einer integrierten Telefonspule eine bessere Gesprächsqualität: Die Sprache wird über ein elektromagnetisches Feld, welches die Seniorenhandys erzeugen, induktiv an das Hörgerät angekoppelt und übertragen. Für eine noch bessere Verständlichkeit lassen sich auch Umgebungsgeräusche ausblenden. Diese Mobiltelefone sind häufig auch mit einem GPS-Ortungssystem, Notruftasten oder einer Telemedizinfunktion (medizinische Daten können an einen Arzt übermittelt werden) erhältlich.
An der TU-Berlin hat die „Senior Research Group“ aus einer Studie erfahren, dass speziell Senioren auch Funktionen wie SMS oder Kameras verwenden möchten, meist aber an der komplizierten Bedienung scheitern. In Zukunft werden also Seniorenhandys auch diese technischen Feinheiten ermöglichen, über eine intuitive und einfache Anwendung.
