Der Elisenbrunnen in Aachen
Der Elisenbrunnen ist das Wahrzeichen der Stadt Bad Aachen. Erbaut wurde er 1827 nach Plänen der Architekten Johann Peter Karl und Karl Friedrich Schinkel. Der Ausführende Bauleiter war Privatbaumeister Andreas Hansen. Benannt wurde dieses Wahrzeichen der Stadt Aachen nach der Kronprinzessin Elisabeth Ludovika von Bayern, der Tochter des bayrischen Königs Maximilian I.
Schon die Römer nutzten Aachen aufgrund der vielen heißen Quellen als Bade und Kurort. Mit dem Bau des Elisenbrunnen wurde 1822 begonnen. 1827 wurde er fertiggestellt. Er sollte dazu dienen, die als Heilwasser geschätzte „Kaiserquelle" mit einem repräsentativen Bauwerk zu umgeben. Der Elisenbrunnen ist ein klassizistisches Bauwerk.
Das Bauwerk diente früher als Brunnen und Wanderhalle, wobei man auch heute noch das Brunnenwasser probieren kann. Der Elisenbrunnen besteht aus einer offenen Wandelhalle, die mit Säulen umgeben ist. Es gibt jeweils rechts und links zwei Pavillons mit mehreren Räumen. Auch heute noch fließt aus zwei Brunnen das warme Wasser der Kaiserquelle. Dies ist etwa 52 Grad Celsius warm. Da das Wasser stark schwefelhaltig ist, riecht es auch heute noch nach faulen Eiern. Dafür ist der enthaltene Schwefelwasserstoff verantwortlich.
Prominente Besucher hatte der Elisenbrunnen schon früher. An diese Personen erinnern Steintafeln in der Halle. Hierzu gehören unter anderem Friedrich der Große, Giacomo Casanova und Georg Friedrich Händel. Der rechte Pavillon hatte seit 1907 der 1902 gegründete Aachener Verkehrsverein seine Büros. Im linken Teil gab es ein Restaurant. Im zweiten Weltkrieg wurde der Elisenbrunnen fast komplett zerstört.
Anfang der 50er Jahre wurde das Bauwerk originalgetreu rekonstruiert. Dies war notwendig, da sich der Elisenbrunnen schon so etabliert hatte, dass viele Bürger Ihn schon in Ihr Herz geschlossen hatten. Der Architekt Ludwig Mies van der Rohe sprach sich bei einem Besuch in seiner Heimatstadt für den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Elisenbrunnens auf dem Friedrich Wilhelm Platz in Aachen aus.
1953 wurde er dann komplett restauriert übergeben. Inzwischen mit einem Modernen Restaurant. Das Restaurant war nun im Tausch mit dem Büro des Verkehrsvereins im rechten Teil untergebracht. Dank des Einsatzes vieler Menschen nach dem zweiten Weltkrieg kann man auch heute noch dieses schöne Bauwerk in Aachen Bewundern.
