Das Tagesgeld für Privatpersonen
Immer wieder ist von Tagesgeld die Rede. Es heißt, ein Tagesgeldkonto wäre mit eines der lukrativsten Anlageformen. Was hat es mit einem solchen Konto auf sich? Es kann über das Internet kostenlos eröffnet und ebenfalls ohne Kosten geführt werden. Täglich wird das Guthaben, was als Tagesgeld angelegt ist, möglicherweise anders verzinst. In jedem Fall erbringt das Tagesgeld mehr Zinsen als ein Sparbuch, weil die Banken, die Tagesgeldkonten anbieten, nur über eine Internetpräsenz, nicht aber über teure Filialen verfügen.
Es gibt, genaugenommen, drei Vorteile gegenüber anderen Anlageformen, die entstehen, wenn man das Tagesgeld für den Sparbedarf nutzt:
Erstens: Jeden Tag kann der Kunde neu entscheiden, ob und inwiefern er sich aus seinem Tagesgeld auszahlen lässt. Das kann entweder geschehen durch eine Überweisung, die auf das Girokonto des Kontoinhabers erfolgt. Oder der Kunde erhält eine Bankkarte, mit der er sich gewünschte Beträge an Bankautomaten auszahlen lassen kann. Elektronische Zahlungen bei Händlern sind hier allerdings dann nicht möglich.
Zweitens: Jeden Tag kann unangekündigt das Konto mit dem Tagesgeld spontan aufgelöst werden. Es besteht keine Kündigungsfrist, keine Bearbeitungsgebühren für eine Kontoschließung und kein Rechtfertigungszwang.
Drittens: Es ist gesetzlich garantiert, dass bis zu 50.000 EUR an eingezahltem Tagesgeld dem Kunden nicht verloren gehen. Unabhängig von Wirtschaftskrisen oder Börseneinbrüchen – mindestens der eingezahlte Betrag ist dem Kontoinhaber grundsätzlich sicher. Dies bezeichnet man als sogenannte „Einlagensicherung“, die z. B. auch in Deutschland (§ 1807 BGB) und in Italien (bei bis zu 103.000 EUR) noch über die übliche EU-Richtlinie hinaus festgelegt ist. Zusätzlich bieten Banken noch eigene Einlagesicherungen an.
